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Wenn Worte krank machen - Die Körpersprache der Seele

"Meine nerven liegen blank!"

Ich kann mir gut vorstellen, dass so ziemlich jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben dieses Gefühl kennt:

Die Nerven liegen blank.

Alles ist zu viel.
Und es fühlt sich an, als würde das Fass kurz vorm Überlaufen stehen.

 

Aber ist das nur eine Redewendung?
Oder ist es vielleicht ein Signal unseres Körpers – eine Botschaft, die gehört werden möchte?

Denn was heißt es eigentlich, wenn wir sagen: „Meine Nerven liegen blank“?

 

Tatsächlich gibt es im Körper eine schützende Hülle um unsere Nerven – das sogenannte Myelin.
Und fehlt diese Schutzschicht, dann liegen die Nerven im wahrsten Sinne des Wortes „blank“.

Ich möchte dir das gern etwas genauer erklären:

Myelin ist eine schützende Ummantelung, die aus Fetten und Proteinen besteht und die Nervenfasern umgibt.
Sie wirkt wie eine Isolierung und schützt unsere Nerven vor Reizüberflutung.

Myelin besteht zu etwa 70 % aus Fetten und zu 30 % aus Proteinen.

Seine wichtigste Aufgabe ist es, die Weiterleitung von Informationen im Nervensystem zu verbessern.
Diese elektrischen Impulse – sogenannte Aktionspotenziale – werden über das Axon einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet.
Unsere mentale Leistungsfähigkeit, unsere Konzentration und innere Stabilität hängen also stark davon ab, wie gut unsere Nerven durch Myelin geschützt sind.

Zur Unterstützung der Myelinbildung spielen unter anderem Vitamin B5 und Vitamin B12 eine Rolle.



Natürlicher Aufbau der Myelinschicht

Es gibt zwei Zellarten im Körper, die Myelin bilden können:
Oligodendrozyten im zentralen Nervensystem und Schwann-Zellen im peripheren Nervensystem.

Ein ganz entscheidender Faktor für die Myelinbildung ist:


Erholsamer Schlaf
Während der REM-Schlafphase werden im Körper vermehrt Zellen gebildet, die als Grundlage für die Myelinbildung dienen.
Je besser und tiefer dein Schlaf, desto besser kann sich dein Nervensystem regenerieren.
Bei chronischem Schlafmangel sterben diese Zellen schneller ab.

Deshalb ist es so wichtig, dass du nachts wirklich zur Ruhe kommst – damit dein Körper reparieren, schützen und aufbauen kann.


Gut einschlafen

Die Myelinschicht im Gehirn ist eng mit Gewohnheiten und Ritualen verbunden.
Das Schlafzimmer sollte idealerweise ein Ort sein, der ausschließlich dem Schlaf und der Nähe dient – ohne Handy, ohne Laptop, ohne Dauerreize.
Abendliche Routinen helfen dem Nervensystem, in den Entspannungsmodus zu wechseln und unterstützen so indirekt auch die Myelinbildung.

 

Die Folgen eines Myelinmangels

 

Unser gesamtes Nervensystem ist darauf angewiesen, dass ausreichend Myelin gebildet wird.

Liegt ein Mangel vor, können sich Symptome zeigen wie:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle

  • Sehstörungen

  • mentale Aussetzer

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

Die Myelinscheiden ermöglichen die reibungslose Kommunikation zwischen den Nervenzellen.
Wird der Körper durch ein geschwächtes Immunsystem, Infektionen oder Entzündungen belastet, kann es passieren, dass diese Schutzschicht angegriffen wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fettzusammensetzung im Gehirn:

Etwa 20 % des gesamten Fettgehalts im Gehirn bestehen aus der Omega-3-Fettsäure DHA.
DHA wird für die Myelinisierung benötigt – also für den Aufbau und Erhalt der schützenden Nervenhüllen.

Ein Mangel kann Lern- und Gedächtnisprobleme begünstigen.

In unserer heutigen Gesellschaft nehmen wir jedoch deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren zu uns als Omega-3.
Omega-6 fördert entzündliche Prozesse (was z. B. für Wundheilung wichtig ist), während Omega-3 diese Prozesse regulierend bremst.

Früher lag das Verhältnis bei etwa 1 : 1
heute eher bei 1 : 20.


Gesundheitliche Auswirkungen

Bei einem Überschuss an Omega-6 können auftreten:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Diabetes Typ 2

  • Arthritis

  • in manchen Fällen auch Krebserkrankungen

Bei einem Mangel an Omega-3 können auftreten:

  • Depressionen

  • Angstzustände

  • neurodegenerative Erkrankungen

  • in der Schwangerschaft mögliche Beeinträchtigungen der Gehirnentwicklung des Babys

Im nächsten Blog geht es um das Nervensystem –
damit du besser verstehst, wie es funktioniert und was du konkret verändern kannst, damit es dir wieder gut geht.


Mein Tipp:


Mandala-Malen am Abend – am besten kurz vor dem Schlafengehen.
Diese ruhige, gleichmäßige Tätigkeit aktiviert den Parasympathikus, senkt den Cortisolspiegel und unterstützt den Körper dabei, in Entspannung zu kommen.
Gedanken dürfen langsamer werden, Sorgen treten in den Hintergrund, und es entsteht ein Gefühl von Ruhe, Gelassenheit und innerem Ankommen.

Bücher dazu auf der www.soluna-books.com




WICHTIGER HINWEIS:

Dieser Text stellt keine medizinische Diagnose dar, sondern ist ein symbolisches Deutungs- und Erklärungsmodell.


 

 

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