In vielen klassischen Beratungsmodellen werden Lösungen hauptsächlich auf der Verstandesebene gesucht und besprochen.
In meiner Arbeit mit der „Herzfeld-Heilung“ geht es darüber hinaus. Dabei versuche ich, Mitgefühl und Verständnis für die biografische Geschichte beider Partner zu fördern und das Potenzial einer tieferen inneren Heilung sichtbar zu machen.
Oft sind es frühere emotionale Verletzungen oder sogenannte „Gefühlsschmerzen“ aus der Kindheit, die sich später in Partnerschaften wieder zeigen.
Wir leben unbewusst vieles von dem weiter, was wir in unserer Herkunftsfamilie über Beziehung erlebt und gelernt haben.
Daraus entsteht eine ganz persönliche Beziehungsrealität, in der sich diese frühen Erfahrungen und Prägungen häufig widerspiegeln.
In Beziehungskrisen kann es dann passieren, dass alte innere Glaubensmuster aktiviert werden. Der Partner berührt unbewusst genau die Punkte, die schon lange empfindlich sind – die
sprichwörtlichen „Knöpfe“, die gedrückt werden.
Viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn sie über Paartherapie nachdenken.
Manche haben Sorge, dass jemand „Schuld“ bekommt, dass alte Konflikte wieder aufbrechen oder dass intime Themen vor einer fremden Person besprochen werden müssen.
In meiner Arbeit geht es jedoch nicht darum, einen Gewinner oder Verlierer zu finden.
Auch geht es nicht darum, jemanden zu bewerten oder Recht zu sprechen.
Der Fokus liegt darauf, Verstehen zu ermöglichen – für sich selbst und für den Partner.
Oft entsteht schon allein durch dieses neue Verständnis eine spürbare Entlastung und eine andere Form des Miteinanders.
Alles, was in den Sitzungen besprochen wird, geschieht in einem geschützten, respektvollen Rahmen und nur in dem Tempo, das sich für beide Partner stimmig anfühlt.
Viele Paare erleben, dass bereits kleine neue Perspektiven eine große Veränderung in der Beziehung bewirken können.
In der gemeinsamen Arbeit schauen wir behutsam auf diese inneren Zusammenhänge.
Dabei geht es nicht darum, Schuld zu suchen oder jemanden zu bewerten.
Vielmehr geht es darum, zu erkennen, welche alten Verletzungen, Ängste oder Verlassensgefühle möglicherweise im Hintergrund wirken – oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Diese Themen werden zunächst achtsam in Einzelgesprächen betrachtet. Wenn beide Partner bereit sind, schauen wir anschließend gemeinsam auf die Dynamiken innerhalb der Beziehung.
Dabei wird sichtbar, wo sogenannte „blinde Flecken“ liegen können – also unbewusste Projektionen, die jeder Mensch auf den Partner überträgt. Genau hier liegt häufig auch das größte Entwicklungspotenzial.
Der Partner kann zu einem Spiegel für eigene innere Themen werden. Durch dieses Erkennen kann Verständnis entstehen – für sich selbst und für den anderen.
Viele Vorwürfe zwischen Partnern haben ihre Wurzeln in Erfahrungen aus der Vergangenheit, die bis heute unbewusst weiterwirken. Manchmal werden sogar alte Muster aus der eigenen Familiengeschichte weitergetragen.
Wenn es gelingt, diese Zusammenhänge ehrlich und respektvoll anzuschauen, kann sich ein neuer Raum öffnen – für Verständnis, Mitgefühl und wieder mehr Verbindung.
Zwei Bettler stehen sich gegenüber. Beide fühlen sich innerlich arm und bedürftig.
Der eine greift in die Taschen des anderen und sucht dort nach Fülle.
Doch er findet nichts.
Daraufhin greift auch der andere in die Taschen seines Gegenübers und sucht dort nach Fülle.
Auch er findet nichts.
Nun stehen zwei andere Menschen einander gegenüber. Beide wissen, dass ihre Taschen bereits voller Fülle sind.
Deshalb müssen sie beim anderen nichts suchen.
Sie bringen ihre eigene innere Fülle mit in die Beziehung.
Und wenn sie doch einmal beim anderen nachsehen, entdecken sie dort dieselbe Fülle.
Manchmal braucht es nur einen ersten Schritt, um Bewegung in eine festgefahrene Situation zu bringen.
Wenn Sie spüren, dass Ihre Beziehung Unterstützung gebrauchen könnte, sind Sie herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.
Ein erstes Gespräch kann helfen, die Situation klarer zu sehen und neue Perspektiven zu entdecken.
Oft beginnt Veränderung genau in dem Moment, in dem zwei Menschen bereit sind, gemeinsam hinzuschauen.
